Die Geschichte des Unternehmens

 

Die heutige Firma Schnell wurde 1907 vom Bäckermeister Jakob Schnell, gegründet und befindet sich seither in Familienbesitz. 

Jakob Schnell, ein Bäckermeister aus dem Schwabenland arbeitete zuerst in verschiedenen Bäckereien in Vorarlberg. Noch vor der Jahrhundertwende ergab sich für Ihn die Möglichkeit in Meiningen eine Bäckerei zu übernehmen.

„Schnell´s Bäckerei und Handlung“ war gegründet.

Die Geschäfte liefen gut und Jakob konnte bald in Feldkirch ein Grundstück erstehen. In die Stadt allerdings, ließen die Feldkircher Bürger den Schwaben nicht. So platzierte er sich strategisch schlau, an der alten Liechtensteiner Strasse, der Hauptstraße nach Liechtenstein.

Im Jahr 1905 schloss Jakob seine Bäckerei in Meiningen, um in Feldkirch sein neues Geschäftshaus zu bauen. Dies wurde im Jahre 1907 fertig gestellt. Jakob eröffnete seine Bäckerei und betrieb regen Handel mit den Liechtensteiner Bauern, denen er die Waren abkaufte, die sie nicht auf dem Feldkircher Markt verkaufen konnten.

Während seiner Dienstzeit im ersten Weltkrieg, führte seine Frau mit einem alten Bäckergesellen den Betrieb. Dies war nur möglich, weil damals nur wenige Sorten Brot produziert wurden und die Backwaren während des Krieges nicht im Laden verkauft, sonder in einer Schule an die FeldkircherInnen verteilt wurde.

Nach seiner Rückkehr aus russischer Gefangenschaft gelang es Ihm sein Unternehmen weiter auszubauen und zu erweitern. Seine Backwaren waren allseits gefragt und der Handel mit Waren aller Art lief gut.

Im Jahr 1914 wurde sein einziger Sohn Franz Josef Wilhelm Schnell geboren. Nach der Handelsschule, einem Praktikum bei der Fa. Unterberger in Innsbruck und der Ausbildung zum Bäcker arbeitete er mit seinem Vater zusammen. 

Die beiden kamen nicht sonderlich gut miteinander aus und Berichten zu folge sollen im Hause Schnell des Öfteren die Fetzen geflogen sein.

1939 Musste Franz in den Krieg, von dem er mit einer kleinen Unterbrechung, erst im 1945 wieder heimkehrte. 

In dieser Zeit wurde Jakob von seinem ersten Lehrling und seiner späteren Schwiegertochter Veronika tatkräftig unterstützt. Im Laufe der Kriegsjahre wurde die Bäckerei mehr oder weniger von Veronika alleine geführt.  

Nach seiner Rückkehr aus dem 2. Weltkrieg übernahm Jakobs  Sohn Franz Schnell die Firma. Er führte  den Betrieb zusammen mit seiner Frau Veronika Schnell.

Veronika Schnell (geb. 1921) war bis vor wenigen Jahren noch täglich im Geschäft anzutreffen und stand ihren Nachfolgern auch im neunzigsten Lebensjahr noch mit Rat und Tat zur Seite. 

Durch die Mithilfe Ihrer Töchter Irene Gohm-Schnell und Traudl Müller-Schnell konnten Franz und Veronika Schnell den Betrieb laufend erweitern. In den Fünfziger Jahren gab es bereits die weit über die Grenzen bekannte Konditorei, das Kaffeehaus und die erste Filiale.

Seit 1996 wird der Betrieb vom Urenkel des Jakob Schnell in vierter Generation geleitet. Der gelernte Cafetier, Bäcker und Konditormeister Wolfgang Müller (Sohn von Traudl Schnell) hat die Produktion modernisiert und dem neuesten Stand der Technik angepasst. Der Betrieb wurde ständig erweitert und an die Anforderungen der modernen Zeit angepasst. 

Heute betreibt die Bäckerei - Konditorei Schnell sechs Filialen in Feldkirch, Rankweil und Dornbirn.